Innenstadtmonolog 26
Shownotes
Wir hatten in dieser Podcast-Folge Besuch von Janika Millan, die das Team "Internationale Kultur" der Stadt Hannover leitet und von ihren spannenden Aufgabenbereichen berichtet – es geht um die Städtepartnerschaften Hannovers, um das gemeinsam betreute Hannah-Arendt-Stipendium für verfolgte Künstler:innen und natürlich geben wir auch wieder einen Ausblick auf unser Programm in den Monaten September und Oktober.
Viel Spaß beim Hören & bis ganz bald im Literaturhaus!
Alle Infos zu unserem Programm findet Ihr hier: www.literaturhaus-hannover.de
Transkript anzeigen
00:00:10: Liebe Zuhörende an den jeweiligen Festen und mobilen und sonstigen Endgeräten, ich freue mich, dass ihr wieder zugeschaltet habt zu unserem Literaturhaus-Podcast Innenstadt Monolog.
00:00:24: Das ist ja ein bisschen ironisch gemeint weil wir uns so auf die Literatur konzentrieren.
00:00:29: Wir führen hier nämlich gar keine Monologe sondern Dialoge.
00:00:33: Wir haben nämlich wieder einen Gast und ich freu mich sehr das meine Kollegin Janika Millern heute hier.
00:00:37: Hallo!
00:00:38: Hallo.
00:00:39: Janika, wir kennen uns schon etliche Jahre durch die Zusammenarbeit beim Hannah-Arenstippenion hauptsächlich weil du bist im Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und du leitest da wie das so schön behördlich heißt Das Sachgebiet internationale Kultur.
00:00:55: Du sagst immer du leitis das Teamkultur internationale Kultur Und wir haben Wirklich eine intensive Zusammenarbeit bei dem Handelaren Stipendium.
00:01:06: Das haben wir in einem anderen Podcast mit Klaus Strempel vorgestellt, aber noch mal zur Erinnerung.
00:01:11: Das ist unser Stipedium für verfolgte AutorInnen und du bist auch sehr engagiert in diesem Bereich.
00:01:19: Aber vielleicht Evert da nochmal auf eingehen?
00:01:22: Was verbirgt sich sonst hinter dem, wofür du da arbeitest?
00:01:27: Super gerne!
00:01:28: Vielen Dank, dass ihr mich eingeladen habt heute Genau, ich leite das Team Internationale Kultur und wir sind zuständig für drei unterschiedliche Themen.
00:01:39: Einmal für das Thema Pflege der sieben Städtepartnerschaften der Landeshauptstadt Hannover.
00:01:45: Das ist eine ganz alte Entscheidung gewesen in der Stadtverwaltung lange vor meiner Zeit bevor ich bei der Stadt Verwaltung angefangen habe zu arbeiten dass die Zusammenarbeit mit den Städte-Partnerschaften im Fachbereich Kultur angesiedelt ist und eben auch einen Schwerpunkt hat auf Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden aus Hannover, diesen sieben Partnerstätten in aller Welt.
00:02:10: Da liegt bei uns die Koordination aber auch die Zusammen Arbeit oder die Zuständigkeit für finanzielle Förderung von Kultureschaftern in dem Bereich.
00:02:20: Das zweite Thema ist das Thema UNESCO City of Music.
00:02:24: Hannover ist im Dezember, von der UNESCO als Musikstadt gekürt worden und mit diesem Titel geährt wurden.
00:02:34: Und damit geht für uns auch gleichzeitig diese wunderbare Verpflichtung einher, dass wir mit den anderen UNESCO-Cities of Music weltweit Kooperationen unterstützen können.
00:02:46: Also Musikschaffende aus Hannover unterstützen können, gemeinsam Musikprojekte mit Musikschafenden aus den anderen Unesco Cities Of Music zu machen.
00:02:55: und auch dafür liegt die Koordination und Möglichkeit von finanzieller Unterstützung bei mir in meinem Sachgebiet, in meinem Team.
00:03:02: Und das dritte Thema ist ebenfalls ein sehr spannendes Thema.
00:03:06: Internationale und transkulturelle Kulturarbeit, das speist sich eigentlich auch aus einem dritten Fördertopf den wir einsetzen für internationale kulturelle Kooperationen von Hanno-Faschen Kulturschaffenden aller kulturellen Spaten über diese bestehende Netzwerke, d.h.
00:03:25: über die Städtepartnerschaften Wenn beispielsweise jemand aus Hannover eine Kooperation eingehen will mit jemandem, ich sag mal aus New York oder sonst wo wir jetzt eben keine dieser Netzwerkbeziehungen haben.
00:03:43: aber auch da können wir kleine Zuschüsse ermöglichen.
00:03:47: Und transkulturelle Kulturarbeit hört sich so lapidar an, noch mal dran gehängt ist aber eigentlich nochmal ein Riesen-Riesenthema.
00:03:54: Wir haben uns zum Ziel gesetzt die Kulturszene in Hannover dahingehend zu unterstützen dass die diverse Einwohnerschaft die Hannover ja hat mit Menschen aus ganz vielen kulturellen Backgrounds das ich das auch in der Kultur Szene widerspiegelt also dass wir die Diversifizierung der Kultur Szene Hannovers auch nochmal von behördlicher Seite unterstützen mit unserer Arbeitskraft, mit unserem Wissen und auch mit kleinen finanziellen Zuschüssen.
00:04:23: Das klingt auch wirklich alles ... Also wäre so ein bisschen was davon versteht.
00:04:27: oder ich glaube auch die hier zuhören und die sich da noch nie Gedanken drüber gemacht haben merkt dass das etwas ist was sehr verzweigt es sehr vielfältig also nicht kleinteilig das klingt zu negativ sondern dass man ja im sehr gut strukturell auch arbeiten muss um diese ganze kommunikationen kooperation am leben zu halten.
00:04:46: Ich stelle mir vor, ich weiß gar nicht wie viele Leute ihr seid.
00:04:48: Wahrscheinlich nicht so viele.
00:04:50: Natürlich nicht so viel!
00:04:52: Ja das ist immer so in der Kultur... Und es ist ja alles auf Kultur bezogen, was super ist.
00:04:57: Aber mich würde jetzt nochmal interessieren diese Städtepartnerschaften um die mal rauszugreifen.
00:05:02: Bist du da ein Teil davon?
00:05:05: Die Kultur?
00:05:05: also gibt's dann auch immer bespezielle wirtschaftliche Aspekte noch?
00:05:10: oder sind das wirklich solche Freundschaften wo man sich eben über den die Kulturen erster Linie in Verbindung setzt miteinander.
00:05:20: Ja du greifst Ein superinteressantes Aspekt und auch ein Knackpunkt unserer Arbeit sozusagen heraus.
00:05:26: Also diese Entscheidung ist, dass die Zusammenarbeit seitens Hannover schwerpunktmäßig im Kulturbereich gefördert und koordiniert wird.
00:05:33: aber das Thema Städte-Partnerschaften geht natürlich weit über den Kulturbereich hinaus.
00:05:38: Und wenn ich sage, die Koordination liegt bei uns dann heißt es Wenn sich unsere KollegInnen aus den Partnerstätten bei uns melden... Ich habe übrigens die sieben Partnerstädte noch gar nicht aufgezählt.
00:05:47: Nee,
00:05:48: das folgt vielleicht gleich als Nächstes!
00:05:51: Jedenfalls wenn die sich bei uns melden, dann fragen sie uns auch nach ganz anderen Themen.
00:05:55: Dann wollen die vielleicht einen Austausch im Bereich Jugend organisieren?
00:05:59: Die wollen vielleicht sich mit unserer Kommune auseinandersetzen über das Thema digitale Stadtentwicklung oder das Thema wie macht man eigentlich Klimaschutz als Kommune?
00:06:09: Wie macht ihr das?
00:06:10: und da sind wir dann auch immer gefragt mit den anderen Fachbereichen der Landeshauptstadt den Kontakt erst mal herzustellen und dann so zu unterstützen, dass da ein gutes Projekt, ein guter Austausch auch mit anderen entsteht innerhalb der Stadtverwaltung.
00:06:26: Aber Städtepartnerschaften leben nicht nur aus dem Kontakt zwischen Verwaltungen oder vielleicht Ratspolitikerinnen heraus sondern die ganze Stadt soll davon profitieren.
00:06:36: das heißt wir sind auch inner Stadtgesellschaft mit unglaublich vielen Menschen in Kontakt.
00:06:42: Wir lösen diese Breite so, dass wir einfach immer schwerpunktmäßig Themen setzen mit den einzelnen Partnerstädten.
00:06:49: Sag ich doch mal eine Stadt.
00:06:50: Hiroshima ist natürlich eine Stadt die verknüpft ist mit dem schrecklichen Ereignis des Atomwampenabwurfs.
00:06:58: Deshalb ist das Thema bei Hiroshima auch ganz klar Friedensarbeit und die Arbeit für atomare Abrissungen weltweit also auch immer gesellschaftspolitische Themen, die mit den einzigen Partnerstätten verknüpft sind.
00:07:10: Wir haben ja auch hier ... Korrigier mich bitte, wenn ich das falsch bin.
00:07:15: Auch in dieser einen Kirchenruine, also Leute die Hannofer Candy, das hören die Candy... Die Igidienkirche ist nicht ganz abgerissen worden aber auch nicht wieder aufgebaut worden als Mahnmal.
00:07:26: und da ist ja auch diese Friedensglocke, die die Stadt Hiroshima uns glaube ich geschenkt hat.
00:07:31: Also das ist zum Beispiel so ein Symbol, wo man das direkt sieht.
00:07:34: Dass da eine Verbindung besteht.
00:07:36: Es gibt auch solche Bodenplatten am Kröpke hier im zentralen Platz, wo Symbole für diese Städte-Partnerschaften eingelassen sind.
00:07:44: Aber das ist eben nicht nur Symbolpolitik sondern richtig was Losgriefer von den Hörn und das heißt muss ja auch in der Binnenstruktur der Stadt sehr gut vernetzt sein.
00:07:56: Im Verwaltung wird ja oft gescholten.
00:07:58: Manchmal verstehe ich auch oder kann auch nachvollziehen, warum?
00:08:02: Aber es funktioniert ja auch vieles sehr gut und das ist wirklich ein Riesenschiff so eine Verwaltung von einer Landeshauptstadt.
00:08:10: Hannover hat doch immerhin mehr als ne halbe Million Einwohner.
00:08:14: Das ist nicht riesig, ist ne verbehältnismäßig kleine Großstadt aber doch schon eine Großstadt.
00:08:21: Und hier gibt es ja irre viele zum Glück Initiativen.
00:08:26: Auch das Literaturhaus ist letztlich ein freier Träger und eine Gründung von einfach Interessierten, die mal gesagt haben wir wollen sowas machen und wir haben auch immer noch den Mitgliederverein.
00:08:37: also das heißt du musst wirklich ganz viele Menschen hier kennen und auch ganz viele menschen im Ausland kennen.
00:08:44: so stelle ich mir das vor.
00:08:45: Das klingt aber so als könnte man das eigentlich gar nicht schaffen das immer alles zu bedienen, also ich zweifel jetzt nicht an deiner Arbeit.
00:08:52: Aber wie schaffst du das denn?
00:08:54: oder ist das so abstrakt gefragt?
00:08:56: Wie schaffest du das dann diese Inhalte die ja auch sehr wichtig sind, die sehr unterschiedlich und komplex sind?
00:09:03: Dann zum Beispiel innerhalb der Stadt oder dem Rat gegenüber zu kommunizieren um dafür auch immer wieder Einzustehen, weil das ist ja kein Automatismus.
00:09:12: Natürlich ist es alles gewollt aber du musst da wahrscheinlich immer mal in die Büt und sagen hier anliegen XY und dass sowohl weiß ich was im Dezernat oder vielleicht auch der Stadt Spitze- oder Rad kommunizieren kommt das oft vor?
00:09:27: Und kannst du dich da einfach anmelden?
00:09:29: oder wie geht so etwas eigentlich?
00:09:31: Du sprichst mir mit ganz vielen Punkten die du gerade angesprochen hast absolut aus der Seele In der Stadtverwaltung.
00:09:39: Ich bin auch schon, also mir ist das so passiert.
00:09:41: Dass ich schon ziemlich lange jetzt in der Stadtverwaltung arbeite und ganz gute Einblicke habe.
00:09:47: Leider sieht man oft die Dinge, die gut laufen gar nicht.
00:09:50: Die laufen einfach gut.
00:09:51: Und wenn mal was nicht gut läuft dann ist plötzlich ganz viel öffentliche Aufmerksamkeit da.
00:09:55: Das ist ein bisschen schade.
00:09:58: Aber wir versuchen als Teil unserer Arbeit eben auch immer Öffentlichkeitsarbeit zu machen und Kommunikation gehört absolut mit dazu.
00:10:06: Wir haben Newsletter zum Beispiel für unsere Themen, eben für einen interessierten Kreis der sich da eintragen kann dass die Menschen regelmäßig Informationen bekommen über die unterschiedlichen Projekte.
00:10:18: Das ist auch ein gutes Tool um immer eine Übersicht zu haben was läuft eigentlich gerade aktuell?
00:10:24: Projekte, die wir selber managen.
00:10:26: Projekten, die andere aus der Stadtgesellschaft durchführen, die uns dann vielleicht darüber einfach nur mal kurz in Kenntnis setzen.
00:10:32: Bitte nehmt das doch mal in eurer Newsletter auf!
00:10:35: Das ist ein ganz praktisches Tool und dieser Bericht
00:10:39: für
00:10:40: Ratsausschüsse zum Beispiel ist auch ein wichtiger Punkt hilft in der Strukturierung der Arbeit und immer wieder um inhaltliche Schwerpunkte zu setzen.
00:10:52: Und die auch nach vorne zu schieben ist, sind Jubiläen.
00:10:55: ganz klassischerweise wir haben jetzt also ich könnte schon mal spoilern Wir haben jetzt im nächsten Jahr drei städtepartnerschafts jubiläne.
00:11:04: wir feiern sechzig Jahre städtepartnerschaft Hannover ruhen Wir feiern Achtzig Jahre Städte-Partnerschaft, Hannover Bristol.
00:11:12: Und wir feiern Vierzig Jahre städte Partnerschaft, Hanover Leipzig alles in einem Jahr.
00:11:17: und jedes dieser Jubiläen natürlich auch mit nem wichtigen inhaltlichen Thema verknüpft.
00:11:23: Beim Thema Städtepartnerschaft ist eben dieses Thema Versöhnung.
00:11:26: nach dem Zweiten Weltkrieg war für viele der Partnerstädte ein Antrieb diese Beziehungen eins zu gehen.
00:11:33: Und was Interessantes daran, dass es zwischendurch zu einem Anschein hatte diese Städtebeziehung sind gar nicht mehr so relevant.
00:11:39: Denn das ist ja so selbstverständlich in Europa, dass alle miteinander in Kontakt sind und das gereist werden kann Dass es viele Kooperationen gibt.
00:11:47: und jetzt sehen wir Seit dem Ukraine Krieg überhaupt gar nichts als selbstverständliche.
00:11:52: Europa ist wahnsinnig instabil.
00:11:54: Wir sehen einen erstarken von rechtspopulistischen Regierungen in ganz europa und ganz weltweit oder in der ganzen Welt.
00:12:03: Und dadurch hat dieses Thema, was können Kommunen eigentlich tun und was können die Menschen in den Kommunen eigentlich an der Basis tun?
00:12:12: In ganz kleinen Beziehungen, in Kontakt mit anderen Menschen damit Intoleranz, damit Vorurteile gar nicht so stark um sich greifen können.
00:12:24: Ich sage jetzt mal Instrument der Städtepartnerschaften dieser alte Idee wieder ein ganz interessanter Relevanzbuch.
00:12:29: bekommen.
00:12:31: Und wir haben das jetzt auch daran gemerkt, dass als Thema für den Neujahrsempfang im nächsten Jahr am achten Januar zwei tausend sieben und zwanzig.
00:12:39: das Thema steht die Partnerschaften ausgewählt wurde Und wir jetzt gerade dran sitzen, ein ganzes Programm zu machen.
00:12:45: Alle Städte-Partnerschaftgesellschaften anzusprechen, Sportvereine anzusprechen und Kulturschaffende anzusprechen und zu sagen wo könnt ihr eigentlich mal so ein kleines Highlight setzen im Rathaus?
00:12:58: Wo dann ganz viele Leute aus Hannover kommen können und einfach ganz direkt erfahren können was gibt es alles denn?
00:13:04: diese vielen kleinen Dinge die ja passieren sind auch schwierig zu kommunizieren.
00:13:11: Aber an so einem Tag ist es dann einfach erlebbar und kann einfach mal gebündelt an die Öffentlichkeit gehen.
00:13:19: Und das sind gerade Sachen, die uns erst einmal in unserer Arbeit leiten.
00:13:23: Das sind die nächsten Schritte, die wir organisieren müssen.
00:13:25: Das müssen wir auch kommunizieren, das müssen wir vorbereiten.
00:13:28: Und so sind das gerade aktuelle Themen, die unsere umtreiben.
00:13:33: Du sprichst da jetzt auch noch mal, oder erläuterst du auch noch einmal einen Aspekt der Arbeit von Kommunen?
00:13:39: Oder der auch politischen im weitesten oder engeren sind.
00:13:42: Politische Arbeit von demokratischem
00:13:45: Kommunen
00:13:47: ist.
00:13:47: viele haben vielleicht immer so vom Deutschen Städtetag gehört.
00:13:51: Was kommt nach, hinter der Deutsche Städttag hat das?
00:13:54: Da wird sich ja über ganz vieles abgestimmt also bis hin zu die Norm für Arbeitsplätze.
00:14:00: wenn man mal sowas recherchieren muss dann kann man da immer beim deutschen städtentag nachgucken wie es dem öffentlichen Dienst und Arbeitsplatz aussehen muss.
00:14:08: Also das ist jetzt für uns nicht so interessant natürlich auch relevant aber für uns ist nicht so interessant.
00:14:13: Aber es gibt eben noch ganz andere Organisationen Also den Zusammenschluss von Bürgermeistern und Oberbürgermeisters weltweit, meine ich.
00:14:27: Die sich doch auch ein Netzwerk geschaffen haben auf dieser, ja, von Kommune zu Kommune.
00:14:33: Und ich glaube das ist nicht zu unterschätzen.
00:14:35: Das war schon mal bei einer unserer ICON-Versammlung in unserem wir sind ja gemeinsam eben in diesem Netzwerk für verfolgte Autor-Innen oder Künstlerinnen, das ist ja auch etwas erweitert worden.
00:14:46: International Cities of Refuge Network Icon und wir waren auch schon zusammen zur Versammlung dort zu den Jahresversammlungen und ich erinnere mich dass es eben auch dort stark fokussiert wurde, dass die Kommunen auch viel tun können und gerade in Ländern wo zum Beispiel aus den USA, wo die Bundesregierung vielleicht eine eher intolerante und schwierige Politik beginnt oder fährt.
00:15:17: Oder so wie es auch in Polen jetzt lange war – aber dass dann einzelne Kommunen, die anders regiert sind sozusagen ihre eigene Agenda verfolgen können und natürlich nicht auf der Basis der Gesetze und der Grundordnung.
00:15:36: ist der Grundgesetze.
00:15:37: Aber das ist schon interessant, finde ich.
00:15:40: Das ist vielleicht vielen gar nicht so klar, dass es auch auf diesen Ebenen schon recht starke Verbindungen und Kanäle des Austausches gibt?
00:15:50: Ja, das ist ein superspannender Punkt!
00:15:53: Das ist für mich auch ein ganz großer Sinngeber in meiner Arbeit, Möglichkeiten, die Städtepartnerschaften haben.
00:16:00: Die aber auch internationale Netzwerke haben, die du gerade angesprochen hast.
00:16:03: Städte-Netzwerke das UNESCO City of Music Netzwerk also Netzwerk der Creative Cities, die sich auch inhaltlich den Nachhaltigkeitszielen der UN zum Beispiel verschrieben haben Das Netzwerk des Mayors for Peace oder das Netzwerk Icon International Cities Of Refuge Network in dem Hannover Mitglied ist.
00:16:22: warum wir auch dieses Stipendium eben unter anderem mithaben im Hannover dass das Instrumente der kommunalen Außenpolitik sind sozusagen.
00:16:32: Also wir haben ja als Kommune nicht die Möglichkeit Gesetze zu erlassen oder internationale Abkommen auszuhandeln, das ist alles Sache des Bundes.
00:16:42: aber dadurch, dass in den Städten die Menschen leben und kleine Projekte passieren können diese vielen kleinen Projekten von denen ich gerade gesprochen habe die dann wieder jedes für sich schwierig sind für die eine große Plattform zu finden Das ist eben Teil unserer Arbeit.
00:16:58: Aber dass sie eine Relevanz haben, weil die finden statt.
00:17:00: Die passieren.
00:17:02: Menschen begegnen sich, sprechen miteinander und in vielen dieser Projekte sind Menschen aktiv, die wirklich sich engagieren für große wichtige Themen.
00:17:12: Und dafür eine Plattform zu schaffen, für finanzielle Unterstützung, Kontakte zu schaffen.
00:17:19: Das ist für mich eine riesige Motivation in meiner Arbeit und da finde ich es auch unglaublich praktisch an der Stadtverwaltung arbeiten zu können.
00:17:27: Da würde ich mich auch für ein viel besseres Image der Stadt Verwaltung immer einsetzen, denn wir sind Facilitator für die Stadtgesellschaft.
00:17:35: Wir können diese Möglichkeiten schaffen aus einer sehr guten Struktur heraus, die besteht... Solange ein politisches Umfeld da ist und die auch ermöglicht.
00:17:47: Und deshalb sind diese internationalen Beziehungen von Städten, diese vielfältige Art und Weise – es gibt ja auch noch ganz viele weitere Netzwerke, die wir jetzt noch alle gar nicht aufgezählt haben.
00:17:59: Eurosities zum Beispiel oder E-Clay-Netzwerk für Nachhaltigkeit sind das ganz wichtige Instrumente und ich kann nur hier ein bisschen die Wehrbetrommel dafür bühren, dass Menschen davon wissen.
00:18:13: Ja, vielleicht magst du nochmal der Vollständigkeit halber die restlichen Partnerstädte noch nennen.
00:18:17: Das entzieht mich jetzt doch!
00:18:19: Wir haben jetzt vier Stück schon gehört.
00:18:21: Drei, vier...
00:18:25: Leipzig.
00:18:27: Genau,
00:18:27: hatten wir schon?
00:18:28: Ich zähle Sie mal chronologisch auf, wenn mir das jetzt so gelingt hier mit einem Podcast.
00:18:33: Also Bristol ist die älteste Partnerstadt.
00:18:35: Die ist kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, schon im Jahr nineteen vierzig.
00:18:40: Spektakulär!
00:18:41: Es gab eine Goodwill-Mission von Deutschlehrern aus Bristol, Kinder im Kriegsventar, die hier nichts hatten und gefroren haben.
00:18:51: Die sind mit Schuhen gekommen, Kleidung gekommen und Nahrungsmittelspenden.
00:18:56: Obwohl Deutschland und England Erzfeinde waren, haben sie gesagt, wir müssen wieder anfangen Frieden zu stiften?
00:19:01: Das ist
00:19:02: schon sehr bewegend.
00:19:04: Da krieg ich immer noch eine Gänsehaut, obwohl
00:19:06: ich die Geschichte
00:19:06: oft erzählt habe!
00:19:11: Das kann uns heute ein Beispiel sein.
00:19:13: Und das ist die Geschichte der stehte Partnerschaft mit Bristol.
00:19:16: Danach ist die Beziehung mit Perpignot entstanden, im Jahr neunzehntzig.
00:19:21: Auch ganz interessant.
00:19:22: Perpignon wird jetzt regiert von dem Bürgermeister Louis Alliot von der Front Nationale, Rassom-Limoe National und dieser städte Partnerschaft ist im Moment inaktiv.
00:19:38: Ehrlicherweise auch schon bevoradert das Rassomm-Lomoe National an also das Bürgemeisteramt stellte.
00:19:45: Aber diese Städte-Partnerschaft ist auch aus diesem Geistversöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und Einsatz für die deutsch-französischen Beziehungen.
00:19:55: Wir haben eine zweite französische Partnerstadt, Rouen in der Normandie.
00:19:59: Die ist wiederum sehr aktiv.
00:20:01: Wir werden jetzt ein Feuerwerk von Projekten haben zum sechzigjährigen Jubiläum.
00:20:06: Auch eine superliebe Kollegin mit der wir dort zusammenarbeiten
00:20:10: dürfen.".
00:20:16: Ich
00:20:16: erinnere mich noch gut, dass ich in der Schule von einer Latein-Klasse einen französischen Kurs bekam.
00:20:21: Von einem Muttersprachler am jungen Assistenzlehrer, der bei uns dann unterrichtet hat.
00:20:26: Das war total motivierend und lustig!
00:20:29: Und wir durften den dann später noch mal einig von uns in Paris besuchen.
00:20:32: Und er hat sich doch nach vierzig Jahren Pause jetzt mal bei mir gemeldet und ist nicht mehr an Rans im Paris, und wir hatten wieder Kontakt.
00:20:38: also auch sowas entsteht.
00:20:40: Absolut!
00:20:40: Die Städtepartnerschaften
00:20:42: persönlich
00:20:42: gestorben.
00:20:43: Es sind ehemalige
00:20:45: Stöpfe die Jorden.
00:20:45: Ja genau, so weit wollten wir nicht gehen aber auf jeden Fall war es total lustig weil wir hatten uns wirklich ganz lange nicht gesprochen.
00:20:53: und als wir telefoniert haben oder dass manche kennen andere auch das ist einfach so angeknipst.
00:20:58: Und dann ist diese Zeit wieder da und so.
00:21:01: Als ich aufgelegt habe, hab' ich gedacht, oh, ich bin ein Siebzehn!
00:21:04: Das kam nicht ganz hin aber gut.
00:21:06: Ja das nur am Rande.
00:21:08: Da kommt dann das Feuerwerk, da habe ich sofort eine Vorstellung davon was da alles passieren könnte.
00:21:14: Genau,
00:21:14: gibt jetzt ne neue Beziehung zwischen der Feuerwehr Hannover und der Feuerwerker Goure und den Feuerwehrblasorchestern finde ich auch super.
00:21:21: Ähm ja genau... Dann erinnert es halt Siebensechzig wurde eine der ersten Städtepartnerschaften zwischen Hannover und einer Stadt in Afrika gegründet, nämlich Blantaia in Malawi.
00:21:35: Also auch eine der erste deutsch-afrikanischen Städtepartnerschafte angestiftet von Lore Henkel, einer SPD Ratsfrau die weit über hundert Jahre alt geworden ist und die sich ganz stark dafür eingesetzt hat eben kommunale Entwicklungszusammenarbeit mitzudenken.
00:21:52: Und das ist eine städte Partnerschaft, die uns auch heute immer noch sehr beschäftigt.
00:21:56: Es gibt jetzt gerade ein grittmittelgefördertes Projekt, wo auch Hannover unterstützen kann oder durch dieses Projekt kann Hannover unterstützten, dass an dreißig Grundschulen in Blandhaia Brunnen gebohrt werden.
00:22:12: Denn der Klimawandel wie wir alle wissen es im globalen Süden schon sehr viel länger so hart spürbar so wie wir das auch in diesem Sommer in Europa erlebt haben Und da kann als Kommune eben auch ein kleiner, klitzekleiner Beitrag dafür geleistet werden.
00:22:26: Dass diese Klima-Folge folgen die dort... Die Bevölkerung auch super hart spürt dass das ein ganz bisschen abgemildert werden kann.
00:22:34: aber nicht nur
00:22:36: Hilfe
00:22:37: oder kommunale Zusammenarbeit sondern auch kulturelle Zusammenarbeit.
00:22:42: es gibt eine super spannende Kultur Szene in Blantaia und einen ganz interessanten Austausch auch zwischen Kulturschaffenden wo schon sehr schöne Projekte entstanden sind.
00:22:55: Dann, wenn ich jetzt in der chronologischen Reihenfolge weitergehe, komme ich gerade so ein bisschen entschwimmen.
00:23:00: Es gibt auf alle Fälle noch die Täterpartnerschaft mit Posnern in Polen und Hiroshima im Japan.
00:23:06: Dazu habe ich schon was gesagt – mit Leipzig.
00:23:10: Bei Posnernan und Leipzig ist natürlich das Thema Ostweste, also Mauerbau Und damals auch Kommunikation, Zusammenarbeit über den Eisernen vorhängt hinweg das Thema gewesen.
00:23:25: Warum diese Städtepartnerschaften entstanden sind und was ganz lange Zeit ein Motor war für Bürgerinnenkontakte die super bewegend waren dass da eben durch die Städtepartnerschaft einen Austausch überhaupt möglich war.
00:23:39: aber jetzt wo dieses Thema ja nicht mehr besteht ist es so dass es mit Poznan zum Beispiel ganz, ganz viele interessante neue Themen gibt.
00:23:50: Also es gibt in Poznar eine ganz große Pride-Bewegung und es gab als es noch unter der konservativen Regierung der PIS Partei in Polen eine Unterdrückung auch gab von der LGBTIQ Bewegung war in Poznaan.
00:24:09: diese Pride wiegt trotzdem noch möglich weil der Stadtpräsident sich dafür eingesetzt hat Und es gab dann auch eine Solidarität hier von Hannoverseite zu sagen, wir wollen Austausch haben zwischen den LGBTQ-Communities aus beiden Städten.
00:24:24: Natürlich war der Ausbruch des Ukrainekriegs ein Thema wo die Städte solidarisch miteinander waren und nochmal Hilfslieferungen ermöglicht haben in ihrer Zusammenarbeit.
00:24:35: So gibt's immer wieder neue wichtige Themen für diese Beziehung gut und wichtig sind.
00:24:40: Jetzt habe ich sie, glaube ich alle aufgezählt.
00:24:42: Aber ich finde es wahnsinnig spannend bei wie überhaupt diese Städtepartnerschaften zustande kommen.
00:24:47: das finde ich aber so interessant was für Geschichten dahinter stecken und wie da wo die Anfänge überhaupt liegen.
00:24:52: Und ist es denn eigentlich möglich oder von eurer Seite wird das manchmal in euch herangetragen dass auch andere städte Interesse haben mehr kulturelle Zusammenarbeit zu haben und Partner stattzuwerden?
00:25:03: also Wie wird man überhaupt offiziell partnerstadt von Hannover?
00:25:07: Das ist ja wahrscheinlich ein sehr offizieller Vorgang könnte ich mir vorstellen.
00:25:10: oder sehe das falsch?
00:25:12: Absolut.
00:25:13: Also, dass ist nicht einfach sage ich gleich.
00:25:15: es werden immer wieder Anfragen gestellt.
00:25:18: in der Stadtverwaltung kann man sagen Man ist nicht zuständig an der Stelle Ich bin nicht zuständig Aber ich habe damit natürlich trotzdem zu tun.
00:25:33: Das kann die Verwaltung nicht entscheiden, ob eine Städtepartnerschaft abgeschlossen wird.
00:25:37: Sondern dafür braucht es eine Ratsmehrheit.
00:25:39: Es gibt die Richtlinie im Moment, dass Hannover keine weiteren Städtepartnerschaften abschließt.
00:25:44: Das hat einfach auch etwas mit Ressourcen zu tun.
00:25:48: Wir kommen mit dem was wir tun absolut an unsere personellen Grenzen.
00:25:52: Man braucht einfach auch ein bisschen Geld damit, was passiert Und es muss auch einfach immer eine gute Basis dafür geben und eine Begründung, warum wirklich so diese Ehe zwischen Städten dann abgeschlossen wird.
00:26:04: Wenn man kommt da nicht so schnell wieder raus aus einer Beziehung.
00:26:07: Hannover hat
00:26:07: ... Lass
00:26:11: uns das gut überlegen!
00:26:14: Also es braucht einfach viele auch Kontakte in der Zivilgesellschaft.
00:26:16: Die Verweitung ist eine Stelle, die das koordinieren und facilitaten kann sozusagen.
00:26:21: aber es muss eigentlich auch erst mit Bürgerinnen und Bürgern kontaktieren.
00:26:23: Der Austausch muss einfach... Es
00:26:25: müssen Leute, Initiativen, KünstlerInnen oder auch... andere Bildungsinitiative so da sein oder Einrichtung, die dann eben auch ein bisschen was zutun.
00:26:35: Dass es nicht nur nominell
00:26:37: ist.".
00:26:38: Ja und das habe ich noch gar nicht gesagt bei den bestehenden Städte-Partnerschaften dass es zufass jeder Partnerstadt auch mindestens einen Bürgerverein gibt, die auch da Kontakte pflegen und regelmäßig Austausche organisieren.
00:26:50: Genau aber es gibt städte Kooperationen, die loser sind.
00:26:55: im Moment gibt's gerade eine städtete Kooperation Ein Projekt zwischen Hannover und Jabakir, ein Kultur-Austausch.
00:27:03: Es gab mehr Zusammenarbeit zwischen Hannofer & Shangde in China zum Beispiel eine Weile lang immer wieder mit unterschiedlichen Städten.
00:27:12: was jetzt aber gerade sehr interessant ist das es eine Solidaritätspartnerschaft.
00:27:17: Das war auch eine Kampagne von der SKEW, der Servicestelle der Kommunen in der einen Welt.
00:27:22: Also eine Stelle die vom Bund beauftragt wird, Kommunen bei diesen internationalen Städte Kooperation zu unterstützen.
00:27:29: und die haben gesagt nachdem der Ukrainekrieg ausgebrochen war wir wollen genau das wieder aufleben lassen, diesen Gedanken und haben Solidaritätspartnerschaften angeregt zugegriffen sozusagen oder die Chance ergriffen und hat jetzt eine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Mikolajev in der Ukraine, die aber keine Städte-Partnerschaft ist.
00:27:51: Denn Solidaritätspartnerschaft bedeutet erst mal Hilfslieferung, Unterstützung an dieser Situation und noch nicht diese breite Anbürgerinnenkontakten und Themen, die bei den regulären Städtepartnerschaften bespielt
00:28:03: werden."
00:28:08: dass es diese ganzen Instrumente gibt und das dann auch mit Leben gefüllt wird.
00:28:13: Und was passiert, also ich glaube viele, wer immer uns jetzt zuhören mag und dabei ist.
00:28:19: Viele Menschen sagen ja heute, oh, ich mache jetzt schon Nachrichten-Detox und kann jetzt irgendwie gar nichts mehr ertragen... Und wenn man sich mal bewusst macht, wie in der feinklitrigkeit der Beziehung die doch noch existieren und auch wieder aufgerufen werden können.
00:28:37: Wie viele Menschen da auch ja, wenn man sowohl Erfolgserlebnisse haben und eben tatsächlich auch merken es macht doch was aus, wie ich mich persönlich verhalte.
00:28:47: Es kommen nicht alles irgendwie von einem abstrakten keine Ahnung oben wenn man so hierarchisch denkt oder von irgendwelchen Systemen, sondern dass man auch Teil des Ganzen ist und sich sicherlich engagieren kann.
00:29:02: Und du sagst es gibt da Bürgervereine dazu.
00:29:04: das heißt wer sich dafür zum Beispiel interessiert kann auch schauen ob er da sich irgendwo mit engagiert.
00:29:11: Das habe ich so verstanden.
00:29:12: Das ist bei jeder Partnerstadt absolut niedrigschwellig möglich, dass man sich einen Verein sucht also entweder die klassischen Städtepartnerschaftsvereine die regelmäßig die Austauscher organisieren oder vielleicht auch Sportvereine.
00:29:26: Also es gibt unterschiedliche Vereine, die Kontakte haben.
00:29:29: ein Kanoklub der mit dem Kanokklub in Rouen kooperiert Austausche organisiert Auch in ganz vielen anderen Sportarten.
00:29:39: zum Beispiel wer im Coa sinkt wird öfter einen Coa-Austausch mit einer Partnerstadt erleben.
00:29:44: So kann man so frei nach Gusto sozusagen sich da was suchen was zu den eigenen Interessen passt Oder selber ein neues Projekt ins Leben rufen.
00:29:52: auch dafür Gibt es Möglichkeiten?
00:29:54: Ja, das finde ich doch noch mal ein wichtigen Hinweis.
00:29:56: Das auch gerade wäre vielleicht ... Es gehen ja jetzt so viele Boomer in Rente.
00:30:03: Ich hab's ja auch schon so am Horizont.
00:30:06: Also wer dann vielleicht denkt ach Mensch, ich hätte schon Lust mich irgendwo zu engagieren aber eigentlich wär das auch toll Es wäre was, wo ich auch noch etwas wirklich neuesten und nicht mal eine üblichen Skills so einschmalte.
00:30:17: Wer sie gebrauchen kann, sondern was Neues kennenlerne?
00:30:20: Wäre das ja zum Beispiel ein super Team.
00:30:25: Ja also da im Zweifelsfall im Kulturbüro bei Janika erfährt man mehr.
00:30:30: Wir haben jetzt hauptsächlich über die Städtepartnerschaft gesprochen Nichts über City of Music für uns vielleicht nicht ganz so naheliegend auch bei der Literatur Und auch diese in die Stadtgesellschaft selber gerichtet Der andere Bereich der transkulturellen Fragen und so, das ist ja auch sehr interessant.
00:30:51: Da hat vielleicht auch ein bisschen unser Stipendiumspiel damit rein, wenn wir dann eben Autoren vor Ort haben.
00:30:57: Da bist du immer dabei zu schauen also wie machen es gemeinsam?
00:31:01: Es geht ja auch um so ganz konkrete Sachen die man erst mal mit den Leuten einkaufen und wir haben ja auch die Wohnung, die haben wir eingerichtet und dass man alles erklärt und sieht in der Regel auch zunächst jede Woche einen Jurofix, wo du ganz oft dabei bist.
00:31:16: Wo die sich dann mit uns treffen können, die jeweilige Person ... Und du hast sich ja auch immer zugesehen, dass die Leute dann eben in andere Gruppen, andere künstlerische Gruppen hier vermittelt sind.
00:31:29: Das will ich nur noch mal sagen ist ja auch ein ganz wichtiger Aspekt bei der Zusammenarbeit mit dem Stipendium nicht nur das Geld zur Verfügung steht und dass wir formal alles natürlich regeln müssen wie zum Beispiel, wieso?
00:31:43: Dass das überhaupt klappt, dass jemand Einreißen hat,
00:31:44: etc.,
00:31:45: pp.
00:31:46: Sondern das ist ja auch ein wichtiger Aspekt der Begleitung von Menschen, die in dem Moment dann doch weit weg von allen sind.
00:31:56: Die sie sonst umgeben und denen vertraut sind.
00:31:59: Und ich wollte auch noch mal... Ich hoffe du findest das jetzt nicht daneben?
00:32:03: Das ist jetzt was Persönliches!
00:32:05: Was ich jetzt mit dir verbinde, da will ich noch mal sagen wir arbeiten ja vieler heute auch so von zu Hause aus und ich glaube auch die Stadt strebt an Büroräume zu reduzieren.
00:32:16: Und ihr sollt mehr von Zuhause ausarbeiten und nur noch immer zur Team-Sitzung zusammenkommen kann hier auch in gewisser Weise nachvollziehen.
00:32:22: aber ich will nochmal sagen wie wichtig es doch auch finde sich wirklich zu begegnen und auch mal so nebenherzubegegenen.
00:32:28: Wir waren eben schon erwähnt zusammen bei diesen Jahresversammlungen von ICON die eben in einer der anderen Städte immer stattfinden, einer der Partnerstädte stattfinden.
00:32:38: Und als wir in Kopenhagen waren hast du mich doch überrascht!
00:32:43: Ich meine mein Fehler... Du heißt ich wusste das ja vor dem Studium und vor deiner Arbeit hier schon noch einen anderen Beruf hat es und ausgeübt hast.
00:32:53: aber viele wissen vielleicht Kopenhaagen denken sich an Christiania an diese freie Gründung dieser Stadt des.
00:33:01: Kannst du mehr dazu sagen?
00:33:03: Und wir waren da irgendwie so gerade in einer Nachmittagspause oder Mittag, und dann hast du gesagt ich will dahin.
00:33:10: Unser Klaus war ja auch dabei und wir haben gesagt, da kommen wir mit.
00:33:14: Und dann bist du da losmarschiert hast einfach an den Tür geklopft und hast gesagt Hallo hier bin ich.
00:33:19: und dann haben wir gehört Du hast dieses Haus und der Besitzer oder Bewohner das Haus begrüßt dich gleich herzlich im Auto dich.
00:33:26: und dann stellte sich heraus du hast dieses haus mit gebaut.
00:33:29: Das fand ich irgendwie total cool und dachte ach guck mal Janika.
00:33:32: jetzt sitze ihr mit Janika der netten Kollegin vom Kulturbüro.
00:33:35: und jetzt erklärt die mir gerade hier habe ich ein Haus gebaut.
00:33:39: Soll
00:33:40: ich das aufklären?
00:33:41: Ja,
00:33:41: klär das mal
00:33:42: auf.
00:33:44: Ich bin schon ziemlich lange bei der Stadtverwaltung, aber ich hab tatsächlich ein Leben vor ...
00:33:49: Vorher auch ein Leben in der Stadt-Verwaltung.
00:33:52: Es gibt eins vor.
00:33:53: Nein!
00:33:55: Und ich versuch sie auch hin und wieder noch zu vereinen.
00:33:57: Nee, ich bin ausgebildete Zimmerergesellen.
00:34:01: Nach dem Abi habe ich erst meine Lehre gemacht.
00:34:03: Ich wollte den Handwerk lernen.
00:34:04: Ich bin danach für drei Jahre und einen Tag auf traditionelle Wanderschaft gegangen, im Reiserschacht Axt & Keller.
00:34:13: Der übrigens in diesem Jahr vier-vierzig Jahre alt wird.
00:34:16: ich mag ja Jubilänen oder muss mich mit Jubilän ständig auseinander setzen sagen wir so!
00:34:22: Und auch da gibt es eins und ich darf bald mit meinen Wandergesellinnen und Kollegen eine große Party feiern.
00:34:29: Ja genau und ich war dann eben auf Wandershaft, war in ganz Europa unterwegs unter Baustellen gemacht.
00:34:38: Ich bin gereist und war eben, wie du gesagt hast auch in Christiania.
00:34:42: Und das Bananenhuset ist ein Haus aus recycelten Fachwerkbalken.
00:34:48: Das ist ... In der Form einer Banane gebaut.
00:34:52: Aber nicht ich gebaut.
00:34:53: Ich hab es nur saniert, eine Dachsanierung damit organisiert.
00:34:58: Und hab dann in dieser Zeit drei Monate gelebt für die Zeit der Baustelle.
00:35:02: Deshalb hatte ich mich ... sehr gefreut, dass ich für die Icon-Konferenz nach Kopenhagen reisen konnte und dann auch mal auf meine ehemaligen Baustelle vorbeigegucken konnte.
00:35:12: Und an diesem besonderen Ort Freistaat Christiania, wo ich ja auch viele Erinnerungen verbinde.
00:35:20: Ja schön!
00:35:22: Also ich wusste nur du hast da was am Dach gemacht und so... Das war einfach schöner mit dir zusammen zu sein und deinen Sohnmoment auch mal zu haben, wo man sich doch
00:35:32: nochmal
00:35:33: anders kennengelernt und begegnet.
00:35:36: Also wir haben so viele Themen, wir landen nicht einfach noch mal eigentlich aus!
00:35:40: Aber ich glaube für heute lassen wir es vielleicht ein Ausflug die Wander schaffen und dann auch die
00:35:45: vielleicht
00:35:46: doch nochmal was genau und was für uns ja auch von direkter Relevanz ist dieses in der Stadt zusammenarbeiten mit der Kultur Karme Gelegenheit, dich wieder hier herzuholen und dann werden wir uns freuen.
00:36:04: Erst mal vielen Dank für dein Besuch!
00:36:06: Sehr gerne Danke dass du mich eingeladen
00:36:08: habt.
00:36:18: Ja genau Wir haben jetzt Janika verabschiedet Und sind jetzt hier noch zu zweit Katrin und ich Und würden gerne noch unser neues Programm vorstellen Denn auch im September und Oktober Haben wir wieder ganz viele spannende Stimmen Zu Gast.
00:36:30: Und ich starte jetzt einmal mit der ersten Autorin, die wir am dritten neunten zu Gast haben.
00:36:34: Das ist Dana Fuhwinkel.
00:36:36: gerade frisch nominiert für den deutschen Buchpreis ist ihr neues Buch Anton und Eimer.
00:36:41: Die Veranstaltung wird in Kooperation mit unserem Partner in der Kultur stattfinden und von Alexander Soloch moderiert und Ich könnte jetzt ganz viel darüber schwärmen was das für ein tolles Buch ist und dass unbedingt alle kommen sollen.
00:36:53: allerdings ist die veranstaltung auch schon ausgebucht.
00:36:57: Deswegen empfehle ich sehr, sich die Veranstaltung, die aufgezeichnet wird vom NDR dann im Nachhinein am liebsten doch noch mal anzuhören.
00:37:03: Am achtzehnten, zehnten wird sie ihm in der Sonntagsstudio gesendet.
00:37:07: und ja einfach ein ganz fantastischer Roman, der zweitroman von Dana Fowwinkel nach Gewässer im ZIP-Lock, der auch schon sehr erfolgreich war.
00:37:15: ihr Debüt genau.
00:37:17: also da freue ich mich auf die Auftaktveranstaltungen, die schon so viel Zuspruch vom Publikum hat
00:37:22: Und wie du schon erwähnt hast, man kann es dann im Radio nachhören.
00:37:28: recht junge Autoren, die so richtig umkommen.
00:37:31: Das muss man sagen und aus gutem Grund.
00:37:33: Und wir haben dann jemanden der schon länger etabliert ist es ja auch ein bisschen schwierig solche Kategorien zu vergeben.
00:37:40: aber ich freue mich doch dass er uns sozusagen die Treuer hält auf was heißt obwohl erst eben inzwischen einen sehr gefragter Auto auch einer der sich politisch immer einnüscht jemand der auch Lange Artikel in Zeitung schreibt und der aus der Schweiz kommt.
00:37:58: Und gute Artikel ins Zeitungs- schreibt, und Politische hat nämlich Lukas Berfuß, der aber wieder ein ganz persönliches Buch dabei hat.
00:38:05: Er hat ja das Buch zum Vater sozusagen gemacht und das ist jetzt das Buch zur Mutter Königin der Nacht.
00:38:12: Ich habe schon unsere liebe Kollegin vom NDR, Andrea Schwiezer hat schon ein Interview mit ihm dazu gesendet und auch auf den Termin bei uns hingewiesen.
00:38:23: Es ist unbedingt lohnt!
00:38:24: Auch da gibt es noch knapp Karten also es ist noch nicht ganz ausgebucht Und das wird Martina Cote dann moderieren.
00:38:31: und diese persönlichen Bücher von Lukas Berfuss genau wie Koala die sich doch letztlich Familie beziehen, sind aber alle so dass sie zwar autobiografische Aspekte haben.
00:38:46: Aber er ist ja wirklich ein sehr künstlerischer Künstler.
00:38:50: Es geht trotzdem immer
00:38:52: um alles und es geht hier auch um den sehr interessanten Aspekt Wie gehen wir mit Eltern um, die uns vielleicht nicht so Eltern gewesen sind?
00:39:02: Wie man sich das im Idealfall vorstellt und wie geht man als Erwachsener damit um.
00:39:08: Und ich finde es auch sehr bewegend, wie Lukas Berfussig seiner Mutter zu der das Verhältnis wirklich nicht leicht war auf dieser Ebene des Verständnisses begegnet trotzdem Dinge so sein, dass wie sie sind.
00:39:28: Also bleiben dann auch wieder Fragen offen und deswegen ist das auch ein sehr...
00:39:35: Es ist gerade keine Abrechnung obwohl man es verstehen könnte wenn man sich die Eckpunkte anguckt, dass es gut eine sein könnte der Vollständigkeit halber noch am achten neunten des Lukas Berfuß bei uns zu Gast Und in der Woche drauf, am vierzehnten Neunten haben wir unser erstes Sachbuch.
00:39:52: In der Klartextreihe wird Gisela Schmeitz bei uns zu Gast sein mit ihrem Buch Fetisch Intelligenz und das wird glaube ich eine sehr anregende Veranstaltung darüber warum eigentlich mittlerweile geführt jedes zweite Kind hoch begabt ist.
00:40:09: also es hat ja Ich kenne das auch aus persönlicher Erfahrung, dass man im weiteren Bekanntenkreis mindestens ein Elternpaar hat was sagt.
00:40:16: Ja also wir haben jetzt den Intelligenztestmarkt unser Kindes.
00:40:19: hochbegabt muss auf eine besondere Schule gehen und sie hinterfragt jetzt einfach mal diesen Begriff der Intelligenz.
00:40:25: warum übt es so eine Faszination aus?
00:40:28: Dass Kinder unbedingt auf dieser IQ-Testschiene intelligent sein sollen.
00:40:34: Sie nennt dann auch so ein Beispiel von einer befreundeten Familie, wo der Sohn angeblich minder intelligent ist weil er in einem Test nicht so gut abgeschnitten hat.
00:40:43: und sie erzählt dann dass der in der Schule immer genau so viel macht wie er machen muss um durchzukommen aber je nachmittag zum Fußballtraining geht und da super erfolgreich ist.
00:40:53: Und dann sagt sie, Ist das nicht die Intelligenz?
00:40:55: Das ist nämlich genau das wo seine Leidenschaft ist.
00:40:58: Nein
00:40:58: es ist ja ziemlich intelligent zu sein.
00:41:01: Es hat immer eben alles eine Kehrseite weil diese Kriterien nicht entsprechend gelten.
00:41:06: dann gleich also... ist eine Abwertung impliziert und es geht auch weniger um zu sagen, ja die sind aber auch wichtig.
00:41:14: Sondern einfach diesen Begriff wirklich mal zu einer Fragenkritik zu betrachten.
00:41:18: da wäre heute mit KI also dass das überhaupt künstliche Intelligenz genannt wurde sehr mehr in Marketing Gedanke dahinter gewesen oder was das damit zu tun hat und wir haben uns in der Sachbuchreihe in diesen Monaten für sehr unterschiedliche Themen entschieden, aber weil das bietet natürlich auch.
00:41:39: Wir wollen ja mal so ein bisschen abbilden.
00:41:41: Was gibt es jetzt am aktuellen?
00:41:43: Und ich finde eben von der Gisela Schmalz dass wirklich relevant, weil das eben auch Politik prägt zum Beispiel.
00:41:52: Weil dass auch gesellschaftliche Normen präght an denen man sich dann nicht nur individuell abarbeitet sondern wo bestimmte Attitüden, bestimmte Narrative sich doch festsetzen und auch dann in die Irre führen können.
00:42:09: Und ich muss jetzt an... Ich glaube es ist von Hauk- und Bauer oder von Rattelschnecke aber ich glaub Hauke und Bauherzungen Kartons erzählen immer ganz schwierig.
00:42:16: Aber ich erinnere mich So ein Karton, sitzen zwei Leute vor vermutlich einem schreibtisch eines Schuldirektors und der sagt zu ihnen ihr Kind ist nicht hochbegabt.
00:42:27: Es ist leider Susi und beide sehr dumm.
00:42:30: Das war so ein fieser Witz, aber dem finde ich ... Ich will jetzt hier niemanden kränken.
00:42:38: Aber ich muss schon wieder darüber lachen, weil das ist ja auch alles relativ.
00:42:45: Wenn man dann noch mehrere Kinder hatte und die nach schlau und weniger schlauen teilt, das ist keine gute Idee.
00:42:52: Und von mir waren das Beispiele?
00:42:54: Das ist jetzt nicht der einzige Fokus, den ich so gegeben hatte.
00:42:56: Denn Gisela Schmeitz ist Professorin für Digital Business.
00:42:59: Sie forscht an der Schnittstelle von Technologie Wirtschaft und Gesellschaft.
00:43:02: das heißt alles ist sehr fundiert was sie sagt Und sie wird darüber mit Frank Schäfer am vierzehnten neunten ins Gespräch kommen
00:43:10: Und vielleicht bleiben wir jetzt mal, auch wenn das dann nicht chronologisch ist bei unseren Sachbuchthemen.
00:43:14: Das zweite Thema, dass dann am XXIII.
00:43:17: September bei uns aufs Podium kommt, da sind Sebastian Kurtenbach und Rolf Geheinze zu Gast und da geht es um die Wohnkrise.
00:43:24: Das ist ja nun wirklich was, was wir ständig medial und auch im wirklichen Leben präsent haben.
00:43:30: also wenn man umziehen muss oder umziehen möchte und sucht eine bezahlbare Wohnung vor allen Dingen in den Städten – das sieht schlecht aus!
00:43:39: noch ein bisschen unterschiedlich, aber im Großen und Ganzen müssen wir.
00:43:42: es gibt zu wenig Wohnungen.
00:43:43: Es gibt zu wenige passende Wohnungen und die beiden haben dazu geforscht und sich auch viele Gedanken gemacht wie man jetzt wenn man wohnen als Grundrecht und als Grundlage einer stabilen Gesellschaft akzeptiert und ansehen will wie man das auch lösen kann, wie man damit umgehen kann.
00:44:02: Also es geht nicht nur darum da Kritik dran zu üben dass es so ist sondern sie stellen auch Modelle vor die man diskutieren kann und die für viele interessant sind und nicht nur für städtebau Menschen.
00:44:16: Ja also damit hast du glaube ich alles schon gesagt.
00:44:19: ja am twenty-neunten moderier von Andrea Schwiezer sind die beiden bei uns zu Gast
00:44:24: Und seit dritter Termin in der Klartextreihe, das ist dann am neunzwanzigsten Zehnten da haben wir eine große Stimme zu Gast.
00:44:32: Das Buch was er vorstellt ist nicht ganz neu aber wir freuen uns wirklich dass Götz Ali zu uns kommt.
00:44:39: und nochmal über das wichtige Thema Faschismus, Antifaschismus.
00:44:43: Wie konnte der Nationalsozialismus in Deutschland sich so durchsetzen oder viel mehr durchgesetzt werden?
00:44:50: Das war ja nicht irgendwie ... Man spricht auch immer davon, dass irgendetwas ausbricht aber das bricht ja nicht aus sondern da stehen Wahlen, da stehen terroristisch, hätte ich fast gesagt also absolutistische Konzepte wenn man das so nennen will.
00:45:04: dahinter und er ist ja einer der führenden Historiker und Journalisten, der dazu geschrieben hat schon lange schreibt.
00:45:12: Ich denke seine bekanntesten Bücher sind Volk ohne Mitte und dann die große Studie, die noch gar nicht so lange auf vollständig vorliegt für die ja im Jahr den Geschwister Schollpreis auch erhalten hat dies Europa ohne Juden.
00:45:26: Europa gegen die Juden?
00:45:27: Ja danke dass mich verbessert ist.
00:45:28: Europa ohne Juden ist nämlich auch ganz schrecklich Ist also nochmal im Gespräch mit Frank Schäfer, kann man das noch mal vertiefen und hat da jemanden der nochmal Auskunft gibt, der wirklich absolut sowohl das historisch ganz detailliert und interessant und aufschlussreich wiedergeben kann aber auch in der Lage ist.
00:45:55: die heutige Situation, das Erstärken des Rechtspopulismus dazu zu beurteilen und dazu zu sprechen.
00:46:01: Ja auch einfach die Mechanismen zur Hinterfragen und im Blick zu behalten.
00:46:06: Das ist Götz Ali kommt am neunzwanzigsten Zehnton.
00:46:08: ich springe noch einmal ganz kurz zwei Wochen
00:46:10: zurück
00:46:11: in der Zeit denn Mito Sanyal kommt dieses mal auch in der Klartextreihe zu uns mit einem Sachbuch Nein heißt dieses Buch Nein gegen die Militarisierung der Gegenwart Genau.
00:46:24: Und Mito Sanyal ist uns wirklich immer ein sehr lieb gewonnener Gast, denn immer wenn sie auf der Bühne sitzt dann redet sich zu Recht in Rage über Themen die ihr am Herzen liegen.
00:46:38: und auch hier freue ich mich schon auf eine wirklich tolle und fundierte kluge Veranstaltung.
00:46:46: Und sie wird einfach mit diesem Buch erinnert.
00:46:49: Sie daran, dass eine Welt ohne Gewalt kein Ideal ist was irgendwo in der Ferne sein könnte sondern das es einfach unsere Aufgabe ist dafür zu sorgen.
00:46:58: Dass es möglichst eine welt ohne gewalt gibt.
00:47:01: und sie kommt über diese Themen mit Sebastian Friedrich ins Gespräch.
00:47:06: genau
00:47:06: Danke, dass du das mal eingefügt hast.
00:47:08: Das ist ja auch Klartext.
00:47:09: Es irgendwie verbinde ich mit Tu so mit Literatur was jetzt lässt ihr auch mit ihrem Roman bei uns war Dass ich das gerade ganz falsch gezählt habe.
00:47:16: Ich kann also zwar bis drei aber nicht bis vier zählen.
00:47:19: Was sagt uns?
00:47:20: Ja und Uns waren diese Themen wichtig.
00:47:24: wir finden sie Zentral.
00:47:25: Also das eines ja somit der Hintergrund Und die anderen sind eigentlich auch aktuell politisch.
00:47:31: und wie immer man Jetzt zur Militarisierung und Notwendigkeit und zu steht finde ich es eben auch wichtig dass man nochmal
00:47:36: die
00:47:37: Stimmen der Pazifistinnen zu Gehör bringt.
00:47:41: Damit wir uns, damit wir nicht vergessen dass wie auch schon lange her aber Gustav Heinemann der Vorpräsident Bundespräsident mal gesagt hat, nicht der Kriegs ist der Ernstfall sondern der Frieden.
00:47:57: Das soll man ja auch nicht vergessen.
00:47:59: aber wir haben natürlich auch noch so richtig Picapacca hier schöne Literatur und literarisch vielleicht bring ich mal zu Dörter Hansen auch deswegen weil wenn dieser Podcast hier gesendet wird es ist die Lesung mit Dörte Hansen schon ausverkauft.
00:48:17: Wir sind extra umgezogen in einem richtig großen Saal.
00:48:21: Aber Bruder, ihr neuer Romanz ist einfach zurecht eine so beliebte Autorin.
00:48:25: Eine von so vielen unterschiedlichen Menschen geschätzte und gelesenen Autoren, dass das Ruckzuck ging, dass diese knapp vierhundert Karten alle wegfahren.
00:48:37: Das wird nun nicht gesendet aber sie ist ja medial auch sehr präsent und ich denke man würde jetzt vielleicht ein bisschen betrübtes, dass er sich hier in Hannover nicht live erleben kann, wird sicherlich auch anderen Orts noch Gelegenheit haben in den Medien Interviews mit ihr hören können.
00:48:52: Trotzdem freuen wir uns natürlich, dass wir hier die Live-Veranstaltung haben.
00:48:56: Genau oder nochmal gucken was wir noch spannendes im Programm haben zum Beispiel ein Autor dessen Stimme noch etwas unbekannter.
00:49:04: nun als Dörthe Hansen ist.
00:49:06: Tomadotan Dreifuß kommt mit seinem zweiten Roman Gavdos.
00:49:11: Mit seinem debut Roman Birobitchan spricht man das glaube ich aus
00:49:16: Wirobician
00:49:18: war er für den deutschen Buchpreis nominiert und in diesem zweiten Roman, der auf einer sehr kleinen griechischen Insel spielt.
00:49:27: Ich glaube in Wirklichkeit hat die Insel hundertfünfzig EinwohnerInnen also wirklich über eine überschaubare Gemeinschaft.
00:49:36: Er sieht nun da ein Thema an dass wichtige Fragen unserer Zeit beschäftigt, nämlich es geht darum wollen wir wirklich ewig leben.
00:49:44: Wollen wir unser Leben immer noch verlängern?
00:49:47: Ist die Unsterblichkeit erstrebenswert?
00:49:49: diese Fragen verhandelt er und zwar anhand einer kleinen Kommune, die sich in seinem Roman dort angesiedelt hat eine Kommune von russischen Naturwissenschaftlern.
00:49:58: sie nennen sich die Pythagoria.
00:50:02: Sie erzählen sich, sie hätten Chernobyl überlebt und deshalb sind sie jetzt unsterblich.
00:50:07: Sie sind auf jeden Fall sehr überzeugt davon.
00:50:09: Es gibt dort dann auch noch andere Figuren die auf der Insel zu Gast sind Die dieser Journalist, der Protagonist des Romans ist kennenlernt.
00:50:19: Und im Laufe des Romanens weiß man immer weniger oder weiß er immer weniger.
00:50:23: was ist hier wirklich passiert?
00:50:25: Was ist Fiktion?
00:50:28: Es ist so ein bisschen in Richtung magischer Realismus geht Herr Roman auch.
00:50:31: Also ich finde ihn super spannend, es geht um jede Menge Ziegen auch.
00:50:35: Da muss man sagen...
00:50:37: Das ist ja eigentlich ein bisschen quatsch mit dem Cover werben zu wollen.
00:50:41: aber wäre es Gelegenheit zum Beispiel auf unserer Homepage oder wer sich eine Karte kauft der sieht dann bei uns im Online Shop das Cover also auch eine Ziege mit einem riesigen
00:50:52: Lila Ai.
00:50:54: Das ist ein so tolles Cover, dass man schon denkt was das denn Rätsel hat.
00:50:59: und es wird auf jeden Fall auch der Abend von Hendrik Santo moderiert.
00:51:06: Der Hendrik hatte ja schon ein paar Mal bei uns in der Funktion sozusagen zu Gast und da wissen wir auch wie man's ausspricht.
00:51:15: Und ich glaube auch, es heißt einfach Birobitzscham.
00:51:17: So wie's geschrieben wird der Buchtitel vom Debüt von Thomas Dothan drei Fuß.
00:51:24: Jetzt eben bei uns zu Gast am siebzehnten Norden mit Garftos und ein Walder schon so... ein bisschen geht in Richtung, die kippt aus der Realität.
00:51:38: In etwas Fantastisches würde ich jetzt mal sagen gehen wir zu Kliemannsjörg Sets.
00:51:42: Der ist auch wieder bei uns zu Gast mit dem super tollen Titel Mein Leben als Noiseband.
00:51:47: das ist auch so typischer Sets finde ich schon das so zu formulieren und es geht aber tatsächlich da auch um Paul eigentlich nur fähig so zu sagen oder erlebt sich selber, nur durch sein Ausagieren von monströsen Daherthosen Tracks und macht also krach-pank krach.
00:52:09: Also ich weiß gar nicht ob es punk ist.
00:52:11: auf jeden Fall macht da broistische Musik aber nicht neu sondern broistisch Popmusik.
00:52:18: Ich werde das jetzt nicht alles erzählen inhaltlich, aber es geht darum wie er sich selber dann noch überhaupt entwickelt.
00:52:26: Wie er Kontakt zu anderen aufnimmt, wie eine Frau die in seinem Leben dritter was verändert und wie andererseits wieder Freunde verschwinden.
00:52:36: Und dieses Buch ist aber wieder so.
00:52:39: setzt kann man schlecht einfach mal so erzählen.
00:52:42: Es gibt nach Handlung Aber es geht eben auch viel um Versatzstücke, kulturelle Versatztücke.
00:52:50: sein Spezielles erzielen.
00:52:53: Und der ist einfach wirklich besonderer in gewisser Weise auch künstlerisch enorm moderner zeitgenössischer Autor.
00:53:02: Also es ist jetzt diesmal kein Roman was er mitbringt das ist eine Erzählungsband Erzählungen über Figuren die am Rande der Gesellschaft sind.
00:53:09: eigentlich sucht er sicher in all seinen Sachen die er macht immer so Randfiguren und setzt sie irgendwie hier in den Mittelpunkt.
00:53:17: Und ja, ich bin schon immer Clemens Selbstfan.
00:53:21: Weil er einfach so fundiertes Wissen hat und das in einer
00:53:25: Sprache
00:53:26: auch überbringt und sich Sachen überlegt.
00:53:29: also Ich finde den als Autor ganz
00:53:31: toll und
00:53:32: moderiert wird es auch dieses mal von Andreas Plathaus denen wir gar nicht so oft Als Moderator zu Gast haben.
00:53:37: aber hier dachten wir dass passt irgendwie gut und sofort zugesagt genau der sofort gesagt da freut er sich sehr drauf.
00:53:42: er kommt zu uns nach Hannover.
00:53:44: Ich glaube, diese
00:53:46: Erzählungen sind schon miteinander verbunden.
00:53:51: Es
00:53:51: ist nicht so eine Geschichte nach der anderen, sondern es ist eben ... Sie haben Brücken oder wie du sagst, sie sind verknüpft.
00:54:00: Also Klimensetz kommt am Mittwoch den dreißigsten neunten zu uns und mit Andreas Plathaus über seinen neuen Erzählungsband ins Gespräch Und in der Woche darauf haben wir am sechsten Zehnten Jaroslav Rudisch zu Gast mit seinem neuen Roman, wo die Toten sprechen.
00:54:19: Jaroslaw Rudisch hat ja schon einige
00:54:21: Romane
00:54:23: in seiner tschechischen Muttersprache geschrieben, die dann übersetzt wurden.
00:54:27: Und sein letzter Roman Winterbergs letzte Reise war der erste Roman, den er auch auf Deutsch geschrieben hat.
00:54:32: Dieser wurde direkt für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
00:54:36: Auch wo die Toten sprechen ist jetzt wieder ein Roman, dem er auf Deutsch verfasst hat und es ist einen Roadtrip durch Mitte Europa.
00:54:46: Es ist ein Roman über Freundschaft, über Vergänglichkeit Und im Mittelpunkt steht doch eigentlich das, was uns in Europa eigentlich zusammenhält.
00:54:57: Also diesen Roadtrip erzählt er wieder sehr lakonisch.
00:55:01: es ist rasant Es macht einfach einen Roman der richtig Spaß macht und moderieren wird den Abend.
00:55:08: Thomas Schäfer
00:55:09: Ja, aus lafrutisch spricht ja auch sowieso Deutsch quasi muttersprachlich.
00:55:15: Der war mal vor Jahrzehnten, würde ich sagen bei uns zu Gast.
00:55:17: Ich glaube sogar mit dem Debüt oder zweiten Buch... Also ich erkenne ihn auf den Foto und auch gut wieder!
00:55:26: Und wir haben uns für diesen Titel entschieden und für den Autor, weil Tschechien eben Gastland der Frankfurter Buchmesse ist
00:55:36: Und wir haben dann sozusagen den Vorabend der Frankfurter Buchmesse.
00:55:40: Da haben wir Jaroslaw Ruditsch zu Gast, bevor er dann vermutlich weiterfährt nach Frankfurt.
00:55:45: Sehr richtig und am fünftzehnten Zehn da machen wir erst was wir auch nicht allzu häufig haben.
00:55:52: aber eine schöne Sache.
00:55:53: wie viele ja wissen sitzen wir direkt nebender nicht direkt neben dem Schauspielhaus Aber wir teilen uns mit dem Schaulspielhaus den Innenhof.
00:56:01: Wir sind wirklich Nachbarinnen Und im Schauspielhaus in der Kammerländischen Galerie läuft ja schon länger die Reihe Universen.
00:56:11: Wir hatten beide Interesse-Shader Kurt, die Autorin einzuladen mit ihrem Hochzeit der Monster und das machen wir dann einfach mal zusammen, haben wir gedacht?
00:56:18: Das ist doch prima!
00:56:19: Und es wird also dann am fünfzehnzehnten aber drüben an der Kamerländische Galerie stattfinden auf der Kamberländschen Bühne.
00:56:27: Also wo ein bisschen mehr Platz ist aus einer Galerie... Ich weiß aber das neue Buch noch nicht so viel.
00:56:39: Sie ist sonst ja bekannt, dass sie auch journalistisch arbeitet und einen Podcast hat.
00:56:49: Aber auch ihre beiden Sachbücher, radikale Zärtlichkeit und Hass waren beide glaube ich sogar Bestseller.
00:56:54: Also sie ist als Autorin schon sehr etabliert, sehr gefragt, ist auf Instagram wahnsinnig erfolgreich eine ganz spannende junge AutorIn Wo wir uns sehr freuen, dass sie die Einladung angenommen hat nach Hannover zu kommen.
00:57:08: Den Abend wird Junus Ersäu vom Schauspiel Hannover moderieren und die Tickets gibt es ebenfalls beim Schauspiel
00:57:15: Hannover.
00:57:15: Ausnahmsweise eben nicht bei uns.
00:57:17: Die gibt es dort aber auch.
00:57:18: beim Schauspiel kann man online buchen also ist gar kein Problem.
00:57:21: Und das gibt so ungefähr zwei Hundert Plätze.
00:57:23: Also man soll nichts allzu lange warten wenn man dabei sein möchte?
00:57:27: Ja
00:57:28: jetzt sind wir einmal durchs Programm gegangen und können vielleicht noch einen kurzen Ausblick geben denn normalerweise starten Immer im Oktober schon mit der Literatur Nord.
00:57:37: Dieses Mal starten wir im November, dafür geht es dann auch bis in den Februar.
00:57:41: also wir haben wieder fünf AutorInnen zu Gast und erzählen wir das schon?
00:57:46: Nein!
00:57:47: Wenn wir euch sagen...
00:57:49: Wem wir anfangen?
00:57:51: Wir fangen an mit Svenja Leiber die mit ihrem Roman Nelka zu Gast sein wird.
00:57:56: Machen wir erstmal die erste Kandidatin.
00:57:58: richtig würde ich sagen.
00:58:00: Und im November wollen wir auch schon mal ein Save the Date sagen, wird unsere eierliche Buchlust stattfinden.
00:58:06: Die Zweiunddreißigste?
00:58:08: Richtig!
00:58:08: Ja die Zwei und Dreißigsten.
00:58:10: Am XXI.
00:58:10: und XXII.
00:58:11: November steht das Künstlerhaus wieder voll im Zeichen des Buches, im Zeichnen der Unabhängigen Verlage und dem Zeichen ganz toller Lesungen, die wir auf der Kinobühne... zeigen werden.
00:58:23: Und da sind alle, wie immer herzlich Englern hierherzukommen sich den Termin schon mal vorzumerken und weitere Informationen zum genauen Programm zu den ausstehenden Verlagen gibt es dann in unserem November heft das auch.
00:58:36: Und es sind auch wieder dreißig Verlage.
00:58:38: seit dem Jubiläum, dem Dreißigsten sehen wir immer zu, dass wir dreizig auch unterbringen.
00:58:43: Das ist dann auch Maximum.
00:58:44: also wir werden das nicht schon aus räumlichen Gründen nicht jetzt steigern.
00:58:47: und zum Zwei- und Dreißen bis wir irgendwann bei hundert sind.
00:58:52: aber auf jeden Fall sind da wieder schon lange Vertraute dabei aber auch wieder neue die noch nicht hier zu Gast waren.
00:59:04: Aber jetzt geht es natürlich erst mal noches August.
00:59:07: Es ist noch sommerlich und das kommt erst nochmal der schöne September und einen goldenen Oktober, hoffe ich.
00:59:13: Und ich hoffe wir sehen uns dann alle hier im Literaturhaus.
00:59:17: Tschüss!
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